Lassen Sie Ihre Fachkräfte nicht gehen!

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Ihr Auszubildender oder Ihre Auszubildende hat es fast geschafft. Die Ausbildungszeit ist vergangen wie im Fluge und nun ist es an der Zeit, sich die ersten Gedanken zum Ende der Ausbildung zu machen: „Was passiert mit dem Auszubildenden, wenn die Ausbildung beendet wird?“

Das Ausbildungsende frühzeitig planen

Umso früher Sie sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, umso besser kann die Übernahme in den Betrieb unter Berücksichtigung der Personalbedarfsplanung vorbereitet werden. Mögliche Fristen, tarif- und arbeitsvertragsrechtliche, spielen dabei eine entscheidende Rolle und dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Zu bedenken ist auch hierbei, dass der Auszubildende sich selbst nach geeigneten Arbeitsplätzen umsieht. So kann es durchaus passieren, dass Ihnen durch zu langes Zögern eine begehrte Fachkraft verloren geht.

Kennen Sie zunächst die Ausgangslage

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Um eine Entscheidung zur Übernahme Ihres Auszubildenden, treffen zu können, sollte die Feststellung des Personalbedarfs zunächst in den Fokus rücken. Dabei können der zukünftige Einsatzbereich und die passende Abteilung eine wichtige Rolle spielen. Führen Sie bereits während der Ausbildung mehrere Gespräche mit Ihrem Auszubildenden, um zu erfahren, welche Ausbildungsziele er hat und in welchen Bereichen die Fähigkeiten und Fertigkeiten noch gefestigt werden sollten. Zum Ausbildungsende ist ein persönliches Gespräch in Bezug auf die weitere Perspektive des Auszubildenden angebracht. Dabei können verschiedene Fragen einen Aufschluss darüber geben, inwieweit der Auszubildende zu einer Übernahme in Ihrem Betrieb bereit ist und wo genau er zukünftig am besten eingesetzt werden kann.

  • In welchem Betriebsbereich hat er sich am wohlsten gefühlt?
  • Was hat ihm besonders Spaß gemacht?
  • Wo sieht er selbst seine Begabungen?
  • In welchem Tätigkeitsbereich möchte er tätig werden?
  • Welche konkreten Pläne hat er?

Während des Gesprächs sollten auch die Bereiche angesprochen werden, an denen der Auszubildende selbst noch arbeiten muss oder die noch zu verbessern sind. Um festzustellen, ob die gewünschten Änderungen eingetreten sind, vereinbaren Sie mit einigem Zeitabstand ein Zweitgespräch zur Überprüfung.

Die Übernahme in den Betrieb

Für die Übernahme in Ihrem Betrieb sollte sich der Auszubildende auf die jeweilige Stelle „offiziell“ mit seinen Unterlagen bewerben. Dieses Vorgehen ist, vor allem bei dezentral organisierten Unternehmen meist gang und gäbe. Wie schon vor Ausbildungsbeginn folgt danach ein Bewerbungsgespräch mit der Leitung der jeweiligen Fachabteilung und gegebenenfalls zusätzlich mit dem Ausbilder sowie einem Vertreter der Personalabteilung. Auch sind hierbei verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

  • Welchen zukünftigen Abschluss hat der Auszubildende?
  • Welche Fähigkeiten können in Zukunft noch ausgebaut werden?
  • Welche Perspektiven bezüglich der Karriere hat der Auszubildende im Betrieb?
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War das Gespräch erfolgreich, so kann dem Auszubildenden die Übernahme in den Betrieb mitgeteilt werden. Denken Sie dann auch noch an den Abschluss des Arbeitsvertrages und die Ausstellung des Ausbildungszeugnisses.

Der genaue Zeitplan hängt letztendlich von den betrieblichen Erfordernissen ab. Die ersten Schritte können allerdings bereits 6 Monate vor Ausbildungsende, mit der Prüfung der Übernahmemöglichkeiten und dem Gespräch mit dem Auszubildenden, begonnen werden.

Hat Ihr Auszubildender seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wird in den Betrieb übernommen, so können Sie sich auch als Ausbilder auf die sprichwörtliche Schulter klopfen. Denn mit Ihrer Hilfe und der Ihrer Kollegen konnten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse des Auszubildenden ausgebaut und gefestigt werden.

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